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Wochenende statt 1 Jahr: Wie wir unseren Website-Relaunch komplett ohne Entwickler realisiert haben

Wie wir unseren kompletten Website-Relaunch mit KI statt Entwicklern in einem Wochenende umgesetzt haben – und warum Kontext-Management der neue Code ist.

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Autor: P-CATION Redaktion

Digitalisierung Digitalisierung KI-Beratung

Die Softwareentwicklung erfindet sich gerade neu. Die Zukunft gehört nicht mehr zwangsläufig denen, die Syntax auswendig können, sondern denen, die fachliche Probleme einfach, präzise und mit viel Kontext erklären können.

Wir haben das gerade selbst bewiesen: Wir haben einen kompletten Relaunch unserer Website durchgeführt, ohne einen einzigen Softwareentwickler in das Projekt einzubinden.

Das Problem: Der alte Weg war ein Marathon

Früher – und damit meinen wir noch unser letztes Web-Projekt – war der Ablauf klassisch, zäh und ressourcenintensiv:

  • Der Prozess: Erst konzeptionelle Planung, dann Inhaltserstellung, dann Bildsuche, gefolgt von getrennter Frontend- und Backend-Entwicklung.
  • Der Aufwand: Konzeption und Content haben Monate gedauert. Die technische Umsetzung band drei Leute fast drei Monate lang.
  • Das Ergebnis: Ein fast einjähriges Projekt, das viel Abstimmung und Nerven kostete.

Die Lösung: „Vibe Coding” in einer Wochenend-Session

Diesmal haben wir das Skript umgedreht. Anstatt Tickets für Entwickler zu schreiben, haben wir KI genutzt, um die Software direkt zu bauen.

Das Ergebnis: Binnen 24 Stunden stand eine erste, funktionsfähige Website inklusive Deployment. Aus dem ehemaligen Jahresprojekt wurde eine kleine Wochenend-Session.

Unsere Werkzeuge:

  • Engine: Wir nutzten Codex 5.3 in Opencode.
  • Methode: Wir setzten auf den Setup-Workflow von Peter Steinberger.
  • Tech-Stack: Die Seite basiert auf Astro und TailwindCSS v4, gehostet über Cloudflare Workers – modern, schnell und statisch.

Wie geht das ohne Entwickler? Kontext ist Architektur!

Der Schlüssel zum Erfolg war nicht das Schreiben von Code, sondern das Managen von Kontext. Unsere Entwickler waren voll in die LIVOI-Entwicklung eingebunden – also mussten wir der KI das „Gedächtnis” geben, das sonst im Kopf eines Programmierers steckt.

Wir folgten dem Prinzip: Bau dein Projekt nicht für Menschen, sondern für ein Modell, das navigieren muss.

  • Globales Gedächtnis: Ein docs/-Ordner und eine AGENTS.MD dienten als Gebrauchsanweisung für die KI.
  • Struktur vor Cleverness: Wir haben der KI nicht gesagt, wie sie coden soll, sondern was das fachliche Ziel ist und welche Regeln gelten.
  • Skalierung: Das Projekt umfasst mittlerweile tausende Zeilen Code – dank sauberer Kontext-Struktur (Docs-Update statt Raten) blieb die KI immer auf Kurs.

Fazit: Ein Paradigmenwechsel

Dieser Relaunch hat uns gezeigt: Wer ein fachliches Problem detailliert beschreiben kann, ist heute in der Lage, seine Softwarelösung bis zu einem gewissen Grad selbst zu erstellen – ganz ohne klassischen Entwickler.

Natürlich haben wir diesen Weg gewählt, weil es sich um eine statische Website handelt (wo dieser Ansatz unschlagbar effizient ist) und nicht um ein hochkomplexes Backend-System. Aber für Projekte dieser Art ändern sich die Spielregeln radikal.

Was denkt ihr? Hättet ihr gedacht, dass der zeitliche Vorteil so extrem ist? Schreibt uns eure Erfahrungen mit KI-gestützter Entwicklung!